Über die Seele

Fast alle Völker dieser Erde besitzen eine Art Seelenglauben. Selbst unsere kelto-germanischen Vorfahren waren von der Existenz der Seele überzeugt und brachten sie folgerichtig mit Leben, Geist, Atem, Träumen und Visionen in Zusammenhang. Die Seele ist unser Lebenselexier. Noch heute sind im Volksmund Spuren dieses Seelenglaubens zu finden, etwa: "Es ist zum aus der Haut fahren", Ich möchte nicht in seiner Haut stecken" oder "Er ist außer sich" und "er kommt zu sich". Ganz zu schweigen von der modernen Spiritualität, sei es in den anerkannten Religionen oder dem therapeutischen und esoterischen Richtungen. Da wird von Hohem Selbst gesprochen, von Essenz, Flamme, Psyche und von unendlich weiteren Konzepten und Vorstellungen, die versuchen, eben jene Seele zu begreifen.

Die Seele existiert jenseits jeglicher Konzepte und Vorstellungskraft, aber sie existiert. Das spürt fast jeder von uns...Wenn wir ganz in uns hineinspüren ist es nicht möglich, die Seele zu erfassen, oder zu untersuchen, wir spüren da keine Abgrenzung, aber was spüren wir da eigentlich? Wir spüren uns nicht als unsere Eltern oder als Bundeskanzlerin, oder als unser Lieblingsfilmstar...wir spüren uns nur als uns selbst...das ist nicht viel was wir wissen, das ist auch völlig verschwommen, nur eine Ahnung und wird uns auch nicht immer gefallen, aber das ist das, was wir sicher spüren können...Da ist etwas, das lebt, spürt, denkt, fühlt, sieht und es ist völlig anders, als alles andere. Ein einzigartiges Wunder. Warum sollten wir diesem Wunder nicht freien Ausdruck gewähren? Wir selbst könnten der Sinn unseres Lebens sein und uns als einzigartiges Geschenk verstehen. Warum schämen wir uns zu blühen und uns ganz dem Leben zu geben?

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"Der schwächste Schritt in Richtung Gipfel, in Richtung Sonnenaufgang, in Richtung Hoffnung
ist stärker als der schlimmste Sturm. Bleib auf Deinem Weg!" ( Old Hawk )

Wir haben Angst unseren Platz in der Gesellschaft und die Liebe der Menschen in unserer Umgebung zu verlieren, aus unserem Stamm ausgeschlossen zu werden. Ein Prozess, der schon tausende von Jahren andauert. Für den Menschen von Heute ist es nicht mehr so einfach zu verstehen, wer oder was er ist. Wir haben den Bezug zu unserer Umwelt entweder verloren, oder verfremdet. Spüren sie, wenn sie im Auto sitzen, dass Sie gerade mit 180 Sachen über die Autobahn rasen? Merken Sie, dass Sie 50 Meter über dem eigentlichen Erdboden leben? Wundern Sie sich, dass Sie nicht groß schlank blond und zellulitefrei sind? Spüren Sie noch den innigen Kontakt zwischen zwei Menschen, wenn Sie sich in virtuellen Welten verlieren? Fragen wir uns: Wie echt sind wir eigentlich noch?

Die Seele ist wie ein Keim in jedem Samen. Sie trägt all unsere Potentiale und strebt nach Entfaltung, Wachstum, Ganzheit...und Heilung. Unsere Aufgabe - dieser Seele Gehör zu verschaffen - ist in einer Welt, die mit Informationen und Fremdvorstellungen bombardiert ist, nur sehr schwer auszuführen. Wir können wieder lernen unsere Seele zu hören, denn sie spricht die ganze Zeit mit uns. Nicht immer mit Worten, sondern auch mit Musik, Empfindungen, Gefühlen, durch die Natur aber auch mit Symptomen, Krankheiten und Schmerz. Um unsere Seele zu hören, sollten wir die Verantwortung für unser eigenes Wunder, unser Leben, übernehmen, frei von geschrieben und ungeschrieben Regeln. Machen wir uns frei von den Beurteilungen anderer. Wir sind unsere eigene Autorität. Warum machen wir uns krumm für jemanden, der es verurteilt, wenn wir den Weg unseres Herzens gehen! Und das machen wir ständig und merken es noch nicht einmal. Der Weg des Herzens kann auch über lange Strecken hart und dunkel sein, aber es ist unser Weg und mit jedem Schritt können wir sagen, Hier bin ich! Ich habe mich dazu entschieden! Ich darf hier sein! Das ist mein Weg, das ist meine Freiheit!!!


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" Es gibt einen Platz, den Du füllen mußt , den niemand sonst füllen kann ,
und es gibt etwas für Dich zu tun , das niemand sonst tun kann "
( Platon )

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